Koordinationstestung (MFT S3) [Diagnostik]

Der MFT S3 Check ist ein Testverfahren zur Diagnostik von Balance, Körper- und Gelenkstabilität. Nach Verletzungen und Operationen an den unteren Extremitäten, funktionellen Problemen und Beschwerden beim Gehen und Laufen und anderen Indikationen geben die Resultate des MFT S3 Tests Aufschluss über vorliegende Einschränkungen der Stabilisierungsfähigkeit und der Gleichgewichtsregulation.

Die computergestützte diagnostische Messung am MFT S3 ermöglicht die Beurteilung der Haltungskontrolle. Auf einer instabilen Plattform misst das S3 System, wie gut die Testperson den Körperschwerpunkt auf beiden Beinen oder einbeinig ausbalancieren kann. Dabei erfassen die Ergebnisse nicht nur, wie gut der Körperschwerpunkt gehalten werden kann, sondern auch, wie schnell die Balance nach einem Abkippen wieder erreicht wird. MFT S3 misst den Stabilisationsindex, sensomotorische Abläufe und Symmetrien in den Bewegungsrichtungen vor/rück und links/rechts.

Neben der Diagnostik nach Verletzungen, Operationen und Instabilitäten setzen wir bei OrthoTrain das MFT S3 System ein, um bei Leistungssportlern präventiv die Stabilisierungsfähigkeit und Haltungskontrolle zu erfassen. Studienergebnisse haben gezeigt, dass eine gute Balanceregulation und Haltungsstabilität wesentliche Faktoren darstellen, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Resultate können mit Vergleichs-Normwerten beschwerdefreier Personen und mit Werten von Leistungssportlern vergleichen werden. Mit der MFT S3 Diagnostik können Defizite und Einschränkungen im Bereich der Gleichgewichtssteuerung und Körperstabilisation erkannt und entsprechende Therapie- und Trainingsprogramme eingeleitet werden, bevor es zu Verletzungen kommt.

Weitere Infos und Bilder bei OrthoTrain

Isokinetik – Kraftmessung der Gelenke [Diagnostik]

WISSENSWERTES

Die isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik wurde 1967 von dem Amerikaner Perrin entwickelt. Einige Jahre später wurden die ersten Testgeräte gebaut. Mithilfe isokinetischer Testsysteme war es erstmals möglich, die dynamische Kraftentwicklung bei einer konstant gehaltenen Geschwindigkeit zu bestimmen und so genannte Kraftverlaufskurven abzubilden. Letztere liefern in der Rehabilitation wertvolle diagnostische Hinweise zu Muskelkraft und Gelenkwerten. Im Bereich der orthopädischen Rehabilitation werden isokinetische Testsysteme seit über 20 Jahren erfolgreich eingesetzt, um funktionelle Störungen der Gelenkmechanik, muskuläre Defizite und Dysbalancen zu erkennen. Die Ergebnisse der isokinetischen Leistungsdiagnostik geben dem Arzt wertvolle Hinweise für die weitere Behandlung.


Unsere spezielle Isokinetik-Broschüre als Download

ISOKINETISCHE DIAGNOSTIK
Orthopädisch-traumatologische Erkrankungen ziehen eingeschränkte Gelenkbelastbarkeit und massive Defizite in der neuromuskulären Leistungsfähigkeit verletzter und operierter Extremitäten nach sich, die sich ungünstig auf den Heilungsverlauf auswirken. Sowohl die Gelenkstabilität als auch die Belastbarkeit der verletzten Struktur ist häufig vermindert. Mithilfe der isokinetischen Leistungsdiagnostik können muskuläre Defizite an allen großen Gelenken wie Schulter-, Hüft-, Kniegelenk u. a. exakt bestimmt werden. Vergleichsmessungen der unverletzten, gesunden mit der verletzten Seite decken neuromuskuläre Schwächen und Dysbalancen auf. Die abgebildeten Kraftverlaufskurven geben Aufschluss über Störungen der Gelenkfunktion und helfen, spezielle Beschwerden in bestimmten Positionen aufzudecken. Die Auswertung der Kraftverlaufskurven sowie die Interpretation der Muskelkraftund der Gelenkwerte stellen das muskuläre Profil des betroffenen Gelenks im Vergleich zur nicht betroffenen Seite dar. Dadurch ergeben sich wesentliche diagnostische Hinweise. Die Auswertung isokinetischer Tests zeigt neben den Testkurven numerische Werte für die maximale Kraft- und Leistungsentwicklung auf. Diese Resultate können mit normativen Daten beschwerdefreier Personen verglichen werden und liefern dem Arzt ein objektives Bild vom Behandlungsstand. Auf der Basis des diagnostischen Befundes kann ein Therapie-Trainingsprogramm erstellt werden, das die muskulären Schwächen unter therapeutischer Kontrolle gezielt beseitigt, die Belastbarkeit der verletzten Strukturen erhöht und Schmerzen und Beschwerden abbaut. Ein isokinetischer Abschlusstest nach Beendigung der Behandlungsmaßnahme zeigt die Trainingserfolge auf.

ANWENDUNGSGEBIETE

Die isokinetische Leistungsdiagnostik wird bei einer Vielzahl von Indikationen angewandt, die mit Funktionsstörungen und eingeschränkter Belastbarkeit verbunden sind. Dazu gehört u. a. die Nachbehandlung nach Verletzungen und Operationen an Kniegelenk, Schultergelenk, Hüftgelenk, Ellenbogen- und Handgelenk oder Sprunggelenk. Darüber hinaus werden isokinetische Leistungstest auch im Leistungs- und Hochleistungssport zur Analyse der muskulären Leistungsfähigkeit eingesetzt.

KOSTEN, ERSTATTUNG

Die isokinetische Leistungsdiagnostik kostet pro Test 45 Euro. Private Krankenversicherer übernehmen gewöhnlich die Kosten für das Behandlungsprogramm. In den Leistungskatalogen der gesetzlichen Krankenkassen wird die isokinetische Diagnostik nicht berücksichtigt.

Laufbandanalyse [Diagnostik]

Gehen und Laufen sind komplexe Bewegungsabläufe, an denen der ganze Körper beteiligt ist. Durch Fehlbelastungen, etwa aufgrund von Verletzungen, von Operationen oder auch von falschen Schuhen, kann es zu Störungen dieser Abläufe – und in der Folge zu degenerativen Veränderungen des Bewegungsapparates – kommen. Die Laufbandanalyse ermöglicht es, solche Störungen frühzeitig zu erkennen.


Unsere spezielle Laufbandanalyse-Broschüre als Download

Wann ist eine Laufbandanalyse sinnvoll?

  • Jederzeit zur Prävention von Fehlbelastungen und Beschwerden in späteren Jahren
  • Vor dem Kauf von Laufschuhen bzw. vor Aufnahme eines Lauftrainings
  • Im Rahmen einer Laufstiloptimierung
  • Bei vorliegenden Beschwerden (z. B. Rückenschmerzen, Achillessehnen- Beschwerden, Beschwerden und Verletzungen am Sprung-, Knie- oder Hüftgelenk)
  • Im Rahmen einer postoperativen Behandlung nach Eingriffen am Sprung-, Knie- oder Hüftgelenk

Wie funktioniert die Laufbandanalyse?

Während Sie auf dem Laufband gehen und laufen, werden Ihre Bewegungen auf Video aufgezeichnet und mithilfe von Sensoren vermessen. Hierfür verwenden wir das Optogait®-System. Anhand der ermittelten Messwerte gibt eine spezielle Software anschließend Aufschluss über den Bewegungsablauf und die Winkelstellungen der Gelenke. Fehlstellungen und -belastungen, wie z. B. Einknicken nach innen oder Verdrehen nach außen, werden dabei offensichtlich.

In unserer Praxis umfasst die Laufbandanalyse mehrere Messdurchgänge (zunächst barfuß, anschließend mit Schuhen, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten). Aus den Ergebnissen und aus dem Vergleich der Laufbewegungen lassen sich u. a. Empfehlungen für geeignete Laufschuhe ableiten. Was folgt nach der Analyse? Die Laufbandanalyse liefert lediglich Informationen über den Ist-Zustand. Sofern Fehler in der Bewegung vorliegen, müssen diese behandelt werden. Die Ergebnisauswertung – welche wir gemeinsam mit Ihnen vornehmen – bildet somit die Grundlage für die Bestimmung anschließender Maßnahmen wie:

  • Physiotherapie
  • medizinische Trainingstherapie
  • Verordnung orthopädischer Einlagen

Wiederholungsmessungen nach Einleitung einer Behandlung zeigen den Maßnahmenerfolg auf.

Wie lange dauert die Laufbandanalyse?

Inklusive der Auswertungen dauert die Laufbandanalyse bei uns ca. 45 Minuten.

Knochendichtemessung [Diagnostik]

Die Knochendichtemessung ermöglicht die Bestimmung der Dichte des Knochens (Mine­ralgehalt) bzw. dient der Früherkennung der Osteoporose. Zur Bestimmung des Osteoporose und Knochenbruchrisikos erfolgt eine Knochendichte­messung mittels der DXA-Methode Die Untersuchung ist schmerzlos sowie risikolos, da die Strahlenbelastung wesentlich ge­ringer ist als bei einer konventionellen Röntgenuntersuchung.

MRT – Kernspintomographie [Diagnostik]

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren, das vor allem in der Diagnostik von Bandscheibenschäden, Meniskus- und Kreuzbandverletzungen sowie Gelenk­knorpeln eingesetzt wird. Die bessere Darstellbarkeit vieler Organe sowie die fehlende Strahlenbelastung aufgrund von Radiowellen und Magnetwirkung sind wesentliche Vorteile gegenüber dem konventionellen Röntgen oder der Computertomographie. So kann die Kernspintomographie auch in vielen Fällen bei Schwangeren durchgeführt werden.

Bildwandler [Diagnostik]

Viele der durch Spritzen zu behandelnden Strukturen des Bewegungsapparats liegen in der Tiefe des Gewebes unter der Hautoberfläche. Merkmale wie tastbare Knochen oder Hautfalten dienen der Orientierung. Eine sichere Darstellung des Injektionsziels liefern sie jedoch nicht. Mit dem sogenannten Bildwandler kann die Körperregion in Echtzeit durch Röntgen auf einem Monitor sofort dargestellt werden. Nach exaktem Bild des Spritzenziels kann dann in gleicher Weise die Nadel sicher plaziert werden. So wird auch die Zahl der eventuellen unerwünschten Nebenwirkung oder Komplikationen deutlich reduziert. Schwerpunkte dieser Behandlungsform sind: Fußwurzelinjektionen Handwurzelinjektionen Ellbogeninjektionen Injektionen aller kleinen Gelenke Hüftegelenksinjektionen Sprunggelenksinjektionen Wirbelgelenksinjektionen bandscheibennahe Injektionen Die Anzahl der notwendigen Behandlungen richtet sich nach dem Therapieerfolg. Sie liegt erfahrungsgemäß bei 3-5 Terminen. Je nach Besserungszeitraum können diese Serien wiederholt werden. Abhängig vom Inhalt der Injektion können die Kosten für diese Therapie sowohl von den privaten als auch den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden. Genaue Auskunft erteilt der behandelnde Arzt bei der Therapieplanung.

Röntgendiagnostik und Röntgendurchleuchtung [Diagnostik]

Das sogenannte konventionelle Röntgen ist nach wie vor das verbreitetes bildgebende Verfahren zur Feststellung von Anomalien im Körper, die im Zusammenhang mit orthopädischen Krankheitsbildern und Verletzungen sowie Symptomen und Zeichen eine Diagnose ermöglichen. Die sogenannte Röntgendurchleuchtung (Bildwandler BV)) ermöglicht die Darstellung bzw. Beurteilung von dynamischen Vorgängen sowie Röntgenbefunden in Echtzeit z.B. während eines operativen Eingriffs oder zur exakten Platzierung einer Einstichkanüle für Injektionen an der Wirbelsäule. Unser Personal ist durch spezielle Lehrgänge in der Röntgendiagnostik geschult. Ebenso verfügen wir über qualifiziertes Fachpersonal im Bereich der Röntgendurchleuchtung (Röntgentechnische Assistentin). Jeder Anwender von Röntgenstrahlen unterliegt den Qualitätsanforderungen der Bundesärztekammer und ist verpflichtet, jährlich stichprobenartig Aufnahmen abzugeben. Diesen Qualitätsanforderungen sind wir bisher immer zur vollsten Zufriedenheit der Kontrollgremien nachgekommen.

Ultraschalluntersuchung (Sonografie) [Diagnostik]

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ist ein bildgebendes Verfahren, welches besonders zur Abklärung von Schulterbeschwerden, zur Beurteilung der Säuglingshüfte und zur Erkennung von Muskelfaserrissen und tiefergelegenen Blutergüssen geeignet ist. Ultraschalluntersuchungen unter gleichzeitiger Gelenkbewegung können uns anders kaum erhebbarere Informationen zu Gelenkfunktion und eventuellen Störungen geben, da sich die unterschiedliche Ausbreitung der Ultraschallwellen im menschlichen Körper zu nutze macht. So ist die Ultraschallmethode häufig die erste Wahl bei der Diagnosefindung, weil sie für den Patienten risikolos und schmerzfrei ist sowie kostengünstig und schnell durchgeführt werden kann.